Ausstellung „Horizonte“ im KUKU geht weiter, trotz Unfall

NW vom 18. Juni 2018

„Wir haben schon Inklusion gemacht, als es das Wort noch gar nicht gab“

Ausstellungseröffnung „Horizonte“ im KUKU am 09.05.2018

Sehr zur Freude der Künstlerinnen und Künstler war die Ausstellungseröffnung gut besucht. Dirk Otterstedde, der Leiter des Kunst- und Kulturhauses, eröffnete die Ausstellung mit einigen Worten und begrüßte alle Gäste und die Künstler, die persönlich erschienen sind.

Wie Herr Otterstedde weiter ausführte besteht das KUKU seit mehr als sieben Jahren und dient als ein Ort, der für alle Menschen – ob mit oder ohne Einschränkungen – offen steht. Die Gründerin des Vereins Alt und Jung, Theresia Brechmann, selbst Schwester der behinderten Künstlerin Hedwig Brechmann, vertrat schon immer die Ansicht, dass künstlerische Arbeit für Eingeschränkte wichtig und unterstützenswert ist. Obwohl Frau Brechmann seit einigen Jahren im Ruhestand ist, unterstützt sie das KUKU auch heute noch mit Spenden, um die gute Arbeit weiterhin möglich zu machen. Hierfür zeigte sich Herr Otterstedde sehr dankbar.

Er wies darauf hin, dass die Menschen die das KUKU besuchen, um dort künstlerisch zu arbeiten, keinerlei Bevormundung oder Einflussnahme des KUKU Teams erfahren. Stattdessen werden sie in ihrem freien und persönlichen Entwicklungsprozess begleitet und unterstützt. 

„Wir haben schon Inklusion gemacht“, ergänzte er, „als es das Wort noch gar nicht gab“. Er sieht den „eingeschränkten“ Künstler als Künstler und nicht als hilfsbedürftige Person.

„Viele der Menschen die ins KUKU kommen“, so Otterstedde, „ ob mit oder ohne Einschränkung, haben in den Jahren eine große Entwicklung vollzogen. Das KUKU Team ist sehr stolz auf die Ergebnisse, die bei der Ausstellung gezeigt werden.“

Karl-Josef H., der fünf seiner Werke ausgestellt hat, ist schon lange im KUKU engagiert. Er kommt aus Heepen mit dem Bus. Seit neuestem hat sich sein Bekannter Dieter W. angeschlossen, der sich im KUKU unmittelbar wohlfühlte und schon jetzt zu den Ausstellenden gehört. Beide sind sehr stolz auf die aktuelle Ausstellung und ihr „Wahrgenommen“ werden.

Eine weitere Künstlerin, Doris Bille, sucht ihre gedankliche Freiheit. Sie erzählte davon, dass sie nur malen könne, wenn sie weder Stress noch Sorgen hat. Sie liebt nordische Motive, wie Reetdachhäuser, Strandkörbe, Leuchttürme und das Meer.

Etwas später, alle Künstler und Gäste saßen zum Essen um einen großen Tisch herum, erhob sich eine ehrenamtlich Tätige, die schon seit vielen Jahren im KUKU engagiert ist und mit Dirk Otterstedde zusammen arbeitet. Sie bedankte sich bei ihm für seine gute Arbeit und dafür, dass er einen Raum geschaffen hat, der für sie wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Das KUKU Team freut sich über Jeden, der ins KUKU kommt und die Gruppen bereichert, ganz egal welcher Herkunft, welchen Alters oder ob mit oder ohne Einschränkung. Das KUKU ist ein offenes Haus, das Freiräume bietet, jeder ist willkommen.

Die Ausstellung dauert noch bis 13.07.2018

v.l.n.r.: Oliver Klingelberg (Sozialmanagement bgw), Anke Niemeier (Leitung Soziales im Pflegeteam „Am Johannisbach“), Sabine Kubitza (Geschäftsführerin bgw), Dirk Schleef (Geschäftsführender Vorstand Alt und Jung Nord-Ost e.V.) und Kartin Achelpöhler (Architekturbüro Achelpöhler)

14.05.2018

Pressetermin

 

Wir informieren im heutigen Pressetermin über den Baubeginn eines neuen Gebäudes, an der Westerfeldstr. 152. Seit 2007 steht dort ein Gebäude der bgw, welches Teil des „Bielefelder Modells“ ist. (https://bielefelder-modell.de/das-bielefelder-modell).

Das Bielefelder Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Alt und Jung, der bgw und der Stadt Bielefeld entwickelt und ist mittlerweile fester Bestandteil in der Bielefelder Pflegelandschaft. Der Verein Alt und Jung Nord-Ost e.V. ist als ambulanter Pflegedienst mit seinem Team „Am Johannisbach“, einem seiner neun Pflegeteams, vor Ort. Das Team „Am Johannisbach“ leistet dort von einem Stützpunkt aus Pflege und soziale Hilfen nach Wunsch und Bedarf, in der umliegenden Nachbarschaft, aber auch im gesamten Quartier.

Zum Termin erschienen Frau Kubitza, Geschäftsführerin bgw, Herr Klingelberg, Sozialmanagement bgw, Frau Achelpöhler, Architekten Achelpöhler, Bauleiterin, Dirk Schleef, Vorstand des Vereins Alt und Jung Nord-Ost e.V. und Anke Niemeier, Leitung Soziales im verorteten Pflegeteam „Am Johannisbach“. Frau Kubitza erläuterte kurz die Eckdaten. Das neue Gebäude, direkt gegenüber dem bisherigen, das 23 barrierefreie Wohnungen beherbergt, wird um insgesamt elf Wohnungen erweitert.

Das vorhandene Wohncafé, Begegnungsort für alle Bewohner und Nachbarn im Quartier, welches laut Herrn Klingelberg seine Kapazitätsgrenze längst erreicht hatte, wird im Neubau mit ca. 100qm deutlich größer projektiert. Herr Klingelberg wies explizit noch einmal auf die Wichtigkeit des Wohncafés als zentrale Begegnungsstätte des Quartiers hin. Im Wohncafé sind die ehrenamtlich Tätigen vor Ort, hier begegnet man sich bei verschiedenen Angeboten. Vereinsvorstand Dirk Schleef freute sich ebenfalls über die Ausdehnung das vorhandenen Projekts und somit der des Pflegeteams. Er nutzte die Gelegenheit, um auf das 40-jährige Jubiläum des Vereins hinzuweisen und damit verbunden auf 40 Jahre Gemeinwesenarbeit, die Alt und Jung Nord-Ost e.V. in vielen verschiedenen Quartieren seit 1978 leistet. Dieser Standort sei ideal um vom Team-Stützpunkt aus Nachbarschaftshilfe sowie ambulante Pflege und soziale Hilfen anzubieten. Das neue Gebäude samt Wohncafé wird offen sein für alle Nachbarn, egal welchen Alters und welcher Herkunft und voraussichtlich im Herbst 2019 eröffnen. Bis dahin bleibt das „alte“ Wohncafé natürlich für alle Bürger geöffnet.

18.04.2018

Ausstellung „Horizonte“

 

Im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet am 09. Mai 2018 im Kunst- und Kulturhaus die Ausstellung ,,Horizonte“ statt. Im September 2011 haben wir in Bielefeld in der Kreuzstr. 32 unser Kunst- und Kulturhaus eröffnet. Das Kuku bietet die Möglichkeit vielfältigen Menschen zu begegnen.

„Inklusion von Anfang an“
In unserm Angebot verbinden wir soziale Arbeit mit Kunst und Kultur. Kunst und Kultur für wen oder was? Integrativ, inklusiv und generationsübergreifend bedeutet für uns: Ein bunter Strauß voller Menschen mit und ohne Einschränkungen, jeden Alters und aus allen Ländern unserer Welt!

17 KünstlerInnen zeigen eine Auswahl ihrer Werke, die im vergangenen Jahr im Kunst- und Kulturhaus entstanden sind.

Wir nehmen uns die Freiheit, Künstler zu sein und möchten Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 09. Mai 2018 um 16.00 Uhr einladen.

Nachfolgende Künstler stellen aus:
Heidi Perucki, Marion Kroos, Ingrid Hagemeier, Astrid Ober, Cornelia Weiß, Doris Bille, Karl-Josef Hasert, Gudrun Hofmann, Joachim Kisker, Ulrike El Sayed, Sonja Bunge, Dieter Wernicke, Christiane Wilkenhöner, Teresia Eusterbrock, Vildan Genc, Kirsten Conrad, Hedwig Brechmann

Kuku Kunst- und Kulturhaus
Kreuzstr. 32
33602 Bielefeld
Tel.: 0521.78715390
www-Kuku-bielefeld.de
Mail: info@KuKu-bielefeld.de

12.04.2018

Alt und Jung Nord-Ost e.V. auf Zelluloid und VHS

 

Es gab schon immer viel Interesse an der Arbeit von Alt und Jung e.V.. Gruppen aus ganz Deutschland und anderen Teilen der Welt sind gekommen, um sich unsere Arbeit anzuschauen und haben unsere Ideen und Konzepte (oft) mit in Ihre Heimat genommen. Es wurde daher viel über uns geschrieben, berichtet und sogar einige Filme über unsere Arbeit gedreht.

Zu unserem 40. Jubiläum haben wir ein paar alte Filme aus den Anfangsjahren auf Youtube gestellt. Schöne Bilder und Geschichten, Fakten und Visionen sind hier auf Zelluloid und VHS festgehalten. Schaut einfach mal rein! Vielleicht erkennt ihr das eine oder andere Gesicht.

Ihr findet auch weitere Themen, unter anderem die unserer Fachtagung zum Thema „Die ambulante quartiersbezogene Begleitung als zukunftsfähiges Modell“, die wir im Sommer 2016 abgehalten haben.

23.03.2018

Wolfgang Preuß geht in den Ruhestand

 

Viele Jahre hat uns Wolfgang Preuß begleitet, am Anfang, in den späten Siebzigern, als Freund und Unterstützer unserer Sache und ab 1993 dann als Pflegedienstleitung des Vereins Alt und Jung. Nun geht er nach 24 Dienstjahren in seinen wohlverdienten Ruhestand. Wenn man mich fragen würde, wie Wolfgang Preuß in meiner Erinnerung bleibt, dann würde ich sagen, dass ich mich an einen sehr genauen, immer die Dinge hinterfragenden und sehr sachlichen Menschen erinnere. Einer, der versucht hat, mit den Instrumenten die ihm zur Verfügung standen, und ein wenig übriggebliebener (angebrachter) Bockigkeit aus den Siebzigern, die Dinge so zu verändern, dass es den Kunden, also denen die Unterstützung brauchen, am Ende immer ein wenig besser ging. Er hat nie aus den Augen verloren, dass es um den Kunden geht.

Ich habe vor ein paar Tagen ein kleines Gespräch mit ihm geführt:

Lieber Wolfgang Preuß, welche Geschichte möchtest du uns nach 24 Jahren Dienst bei Alt und Jung e.V. hinterlassen? „Eine Geschichte hat mich besonders berührt. Und zwar ging es um die Einrichtung eines Zimmers einer Dame die nach vielen Jahren in der Psychiatrie, im Hohen Alter von 84 Jahren, in eine Wohngemeinschaft zog und mit dieser habe ich dann ihr Zimmer eigerichtet. Und das war tatsächlich eine Erfahrung, wo ich so dachte, meine Herren, dass man drei Stunden darüber Entscheidungen fällen muss ob das Bett jetzt hier in der Ecke richtig steht oder ob es in der nächsten richtig steht, das hat mich schon herausgefordert. Aber die alte Dame war so überzeugend, dass ich dachte OK, das machen wir jetzt auch – es war gerade Sylvester … und letztlich haben wir das Zimmer auch einigermaßen eingerichtet bekommen und waren beide sehr zufrieden. Dann wurde mir klar, dass zwischen einem Intensivpflegebereich (Wolfgang Preuß hat vor seiner Tätigkeit bei Alt und Jung auf einer Intensivpflegestation gearbeitet), wo alle Laken schön geglättet sind und der Einrichtung eines WG-Zimmers bestehen doch große Unterschiede. Und es war ja sowieso immer ein besonderer Punkt unserer Arbeit mehr Wert auf das Wohnen zu legen, als unbedingt auf die „Bedürftigkeit“. Wir haben gesagt, die Menschen wollen Wohnen, das steht an erster Stelle. Sie wollen nicht unbedingt als Pflegebedürftige stigmatisiert werden. Das hat uns, meiner Meinung nach, auch hohen Respekt verschafft und hat uns auch den Kontakt zu den Menschen sehr erleichtert“.

Auf die Frage, was er dem Verein wünscht, sagt Wolfgang Preuß: „… dass er (der Verein) hoffentlich weiterhin an dem Konzept festhält, dass Wohnen ein wichtiger Teil der Gesundheit ist. Natürlich sind gute Versorgung, Ernährung, etc. auch wichtig, aber dieser Teil, und das was unsere Arbeit immer begleitet hat, nämlich vernünftige und angenehme Wohnverhältnisse herzustellen und das nachbarschaftliche Wohnen zu gestalten. Sich immer wieder darauf zu besinnen, wo unsere Wurzeln liegen und wofür wir das machen, nämlich für die Menschen. Das sollte, bei allen nicht in Vergessenheit geraten.“

Wir wünschen Wolfgang Preuß einen tollen Ruhestand, Gesundheit und Glück.

Diese Geschichte und viele andere Geschichten, machen uns aus. Vor allem unsere Entstehungsgeschichte (siehe Historie). Es macht uns aus, dass wir Vorgaben immer hinterfragt haben, dass wir mit unseren Kunden zusammen für Ihre und unsere Rechte gekämpft haben. Dass wir auch für uns, also den Mitarbeitern, den Anspruch hatten, so selbstbestimmt wie möglich zu bleiben. Es gab Auseinandersetzung mit den verschiedenen Institutionen, die wir alle mehr oder weniger, mit gutem Ausgang, vor allem für unsere Kunden, verbuchen konnten.

Wir haben nicht nur mit dem Bielefelder Modell die Pflegelandschaft, vor allem in unserer Stadt, verändert, sondern haben auch bundesweit Einfluss auf die Pflegepolitik genommen.

Darauf können wir ein bisschen stolz sein.

M. Antic

Wir feiern 40 Jahre Alt und Jung in Bielefeld

 

Eine Pflege-Vision wird erwachsen

Wir fingen an als Hausbesetzer und Weltverbesserer, die den Anspruch hatten, hilfebedürftigen Menschen sollten so selbstbestimmt wie möglich leben, und die dies auch für sich selbst anstrebten. Wir, das waren eine Gruppe Pflegender und eine Dame, die sich mit knapp vierzig Jahren zu jung für ein Altersheim fühlte, nach einer anderen Form der Versorgung suchte, und damit wurde der Grundstein für die Vereinsgründung gelegt. Dies ereignete sich im Winter 1978. Natürlich haben wir uns seitdem verändert, sind gewachsen, und haben uns weiter entwickelt. Aus einer Handvoll Idealisten mit der Vision von einer besseren Pflegewelt ist ein professioneller Pflegedienst geworden, der heute knapp 180 Angestellte umfasst. Mittlerweile, im Jahr 2018, begleiten, pflegen und unterstützen wir mit examinierten Pflegekräften, Kaufleuten, Hauswirtschaftsleuten und vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfern gemeinsam 8,5 % der pflegebedürftigen Menschen in dieser Stadt.

Von Wachstumsschmerzen und Entwicklungsprozessen

1981 entstand in einem besetzten Haus in Schildesche die erste Pflege-Wohngemeinschaft, auch „H1“ genannt. Die Bewohner von „H1“ waren Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf und Pflegende, die anfänglich ebenfalls im Haus wohnten. Vieles war Neuland, Reibungen gehörten zum Alltag und Prozesse des Zusammenlebens mussten ausgelotet und verhandelt werden.

Schnell wurde die WG dann jedoch bekannt beim Bäcker, beim Apotheker, dem Friseur oder beim Hausarzt. Die Menschen im Viertel wurden dabei unterstützt, sich zu vernetzen und ihre Anliegen gemeinsam zu lösen. Die „H1“ wuchs stetig und weitere WGs bzw. Quartiersangebote folgten. Die Wohngemeinschaft  H1 besteht bis heute und ist fester Bestandteil im Alt Schildescher Stadtkern. Von Bedeutung ist für uns bis heute auch die Einbindung der Wohngemeinschaft in das Quartier. Vernetzungsarbeit ist, nach der guten Pflege der Menschen, Hauptbestandteil unserer Arbeit, um Nähe im Wohnumfeld zu schaffen.

Das Zusammenwohnen der Generationen war und ist ein maßgeblicher Faktor für die Entwicklung unseres Konzeptes. Dies erweist sich oft als eine Herausforderung, immer aber auch als eine Bereicherung. Denn unser Konzept basiert nicht im klassischen Sinne auf Zahlen und unternehmerischen Zielen, es erwächst aus der Realität verschiedener Lebensstile, Wohnwünschen und Persönlichkeiten. Dafür ist das selbstbestimmte Leben des Einzelnen ebenso ausschlaggebend wie das voneinander Lernen und miteinander Leben von Alt und Jung.

1995 wurden wir ein anerkannter Pflegedienst und genügen seither allen Anforderungen der gesetzlichen Leistungsträger. Es folgten die Verträge über Leistungen der ambulanten Hilfe für Menschen mit Behinderungen und ergänzende Leistungen der Hilfe zur Pflege.

Aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten entstand 1996 in Zusammenarbeit mit der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (bgw) und der Stadt Bielefeld das „Bielefelder Modell“ zum quartiersbezogenen Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale - ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten. Das „Bielefelder Modell“ ist heute weit über die Grenzen Bielefelds hinaus bekannt und macht bis heute überregional Schule.

2005 teilte sich der Verein aufgrund der Größe in die Vereine Alt und Jung Nord-Ost und Alt und Jung Süd-West auf, die mittlerweile jeweils größer sind als der damalige Verein selbst war.

Mit unseren Teams sind wir heute in vielen Wohnquartieren Bielefelds aktiv und bieten ein hoch qualifiziertes und am Bedürfnis des einzelnen Menschen orientiertes Dienstleistungsangebot, welches kontinuierlich reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt wird.

In unseren vier Stadtteilgruppen organisieren die Mitarbeiter ihre Arbeit eigenständig. Koordinierend wirkt das Büro unserer Geschäftsstelle, das abwechselnd von den Mitarbeitern besetzt wird und sich seit Mai 2017 in der Buddestraße 15 in der Bielefelder Innenstadt befindet.

Wir arbeiten gemeinsam mit Engagement und Professionalität daran, die Vielfältigkeit der Lebenskonzepte weiter zu gestalten und zu verbinden. Hierbei ist das effektive Zusammenspiel von Pflegedienst, Nachbarschaft, ehrenamtlich Tätigen, anderen sozialen Einrichtungen und lokalen Ressourcen bestimmend. Zusammen entwickeln wir täglich eine Versorgungsstruktur, die die bisherige Pflegelandschaft nachhaltig erweitert und verbessert. Besonders wichtig ist uns die Stärkung von sozialen und kulturellen Aktivitäten, Ortsnähe und die Beschränkung auf ein kleines Gebiet.

Nicht zuletzt haben wir uns auch strukturell und als Organisation weiter entwickelt und sind heute ein mittelständisches, sozialwirtschaftliches Unternehmen mit neun Quartiersstützpunkten. Wir bieten ambulante Pflege, soziale Hilfen, soziale Beratung und individuelle Begleitung bei Unterstützungsbedarf.

Und noch immer sind wir Menschen, die nicht einfach hinnehmen, was vorgegeben wird.

Bis heute gilt unverändert unser Ziel, Menschen mit besonderem Hilfebedarf individuelle Unterstützung in der eigenen Wohnung zu bieten und ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Wir sind nach vierzig Jahren engagiert, kompetent, verlässlich und noch immer ein bisschen anders!

Dirk Schleef

Vortrag

Sport im Alter in Theorie und Praxis

Wo: Wohncafé des Bielefelder Modells,
Kammermühlenweg 12
33607 Bielefeld
Wann: Donnerstag, 22.02.2018, um 15.00 Uhr

Sport macht nicht nur Spaß, sondern wirkt sich auch gerade im höheren Alter nachweislich positiv auf die Gesundheit und die Lebenserwartung aus. Die Muskeln werden gekräftigt, das Immunsystem gestärkt, die Blutgefäße geschützt, die Gleichgewichtsfähigkeit wird gefestigt und die „geistige Beweglichkeit“ bleibt länger erhalten.

Ute Elbrächter, Diplom-Sportwissenschaftlerin, mit langjähriger Erfahrung im Seniorensport wird an diesem Nachmittag über Sportarten für Senioren jeden Alters, auch für Hochbetagte, informieren:

  • Welche Sportarten sind für Senioren/Hochbetagte geeignet?
  • Worauf muss ich bei der Auswahl achten?
  • Was kann im höheren Alter noch erreicht werden?
  • Was versteht man unter Sturzprophylaxe?

Gern werden weitere Fragen beantwortet. 
Jeder ist willkommen!

27.09.2017

Stellenausschreibung

Geschäftsführender Vorstand (w/m) gesucht. Weitere Infos hier.

11.07.2017

Unser Schrebergarten wächst weiter

Wie schon im September letzten Jahres berichtet, haben wir den Schrebergarten einer engagierten Ehrenamtlerin übernommen, um mit unseren Kunden dort Eingliederungshilfe zu machen, aber auch um den Garten für die Vereinsmitglieder und Mitarbeiter nutzbar zu machen. Hier ein kleiner Zwischenbericht:

Der Schrebergarten wurde schon Rollstuhlgerecht umgebaut, es sind unter anderem Hochbeete installiert worden. Regelmäßig, je nach Wetterlage, treffen sich MitarbeiterInnen und Kunden im Schrebergarten. Es haben sich verschiedene Gruppen formiert, die bestimmte Aufgaben übernehmen. Team-Anbau, Team-Gartenpflege, Team-Garten-Häuschen und dessen Ausstattung, arbeiten fleißig.

Das Gelände, der Garten und das Häuschen verändern sich stetig und der Sommer hat auch schon die ersten, stattlichen Ernteerfolge vorzuweisen. Eine der Kernideen bei dieser Schrebergartenaktion war es auch, das Angenehme mit dem Unkrautjäten zu verbinden. Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und KundInnen können den Garten zum Spielen, Grillen oder einfach nur zum drin Sitzen nutzen und sind herzlich willkommen ihre Ideen in das Projekt einzubringen.

 
Wolfgang Preuß, Pflegedienstleitung des Vereins Alt und Jung Nord-Ost
Sabine Kubitza, Oliver Klingelberg, Günter Garbrecht, Bewohnerin und Besucherin (v.l.n.r)
Janette Cox, Leitung Bereich Pflege „Team Am Johannisbach“
O. Klingelberg, W. Helm, S. Kubitza, W. Preuß, J. Cox, D. Knabe (v.l.n.r.)

24.06.2017

10 Jahre Bielefelder Modell an der Westerfeldstraße

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bezirksbürgermeister Detlef Knabe, der sich, wie er sagte, noch gut an die Anfangszeit erinnere, da der rot/gelbe Bau damals auf wenig Begeisterung stieß, heute jedoch ein Teil des Stadtbild geworden sei. Außerdem lobte Detlef Knabe das Konzept des „selbstbestimmten Wohnens“, welches „in Mode“ gekommen sei.

Frau Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der bgw, sprach über die Anfangszeiten und den bestehenden Bau mit dreiundzwanzig barrierefreien Wohnungen. Zehn dieser Wohnungen sind seit Anbeginn an die selben Mieter vermietet, welches ein sehr positives Zeichen sei. In ihrer Ansprache erwähnte Frau Sabine Kubitza auch das neue Bauvorhaben der bgw am selben Standort. Noch in diesem Jahr sollen elf barrierefreie Wohnungen und ein größeres Wohncafé entstehen, in dem auch unser Verein in Zukunft Angebote an die Bewohner und die Menschen im Quartier machen kann.

Wolfgang Preuß, Pflegedienstleitung des Vereins Alt und Jung Nord-Ost, lobte den stetigen Einsatz der ehrenamtlich tätigen Kräfte, die das Projekt unterstützen und die Beständigkeit der guten Arbeit des Teams.

Zu Gast waren auch Vertreter der Parteien: Günther Garbrecht (SPD), seit langem Unterstützer unserer Arbeit und Lars Büsing (Vorsitzende/r Piraten) mit seiner Stellvertreterin Sabine Klein, die sich umfassend nach dem Bielefelder Modell und der Arbeit unseres Vereins erkundigten. Alle Gäste und Bewohner des Projektes genossen die dargebotenen Köstlichkeiten und blieben bis zum Nachmittag.

Eine große Attraktion war der „Bratwurstwagen“, mit dem Stefan Greiner von „Kantina 65 Catering“ die Gäste versorgte. Die älteren Besucher fühlten sich prompt an ihre Jugend erinnert, als Verkaufswagen noch in die Straßen gefahren kamen um ihre Waren anzubieten. Musikalisch haben Herr B. (Mieter im Haus) und Willy daVilla (Mitarbeiter) den Tag mit Pop Klassikern aber auch Gassenhauern ehrenamtlich perfekt untermalt.

07.06.2017

Alt und Jung Nord Ost e.V. und die BGW feiern gemeinsam!

Bereits 1996 wird aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten eine Zusammenarbeit von Alt und Jung und der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (BGW) unter dem Begriff „Bielefelder Modell“ ins Leben gerufen.

Es entsteht ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten, ergänzt durch ein Wohncafé als Treffpunkt und Ort der Kommunikation, der allen Menschen in der Nachbarschaft offen steht. Ebenso ist ein sozialer Dienstleister mit einem Servicestützpunkt rund um die Uhr ansprechbar. Diese Wohnform macht weit über die Grenzen Bielefelds hinaus Schule und wird vielfach in anderen Städten umgesetzt.

Am 24. Juni 2017 wird eines der zahlreichen Projekte an der Westerfeldstrasse in Bielefeld/Schildesche zehn Jahre alt. Unser Quartiers-Pflegeteam „Am Johannisbach“ ist seit Anbeginn für die Belange der Menschen vor Ort.

Dieses Jubiläum wollen wir, Alt und Jung Nord-Ost e.V. und die BGW, zusammen mit Bewohnern, Angehörigen, Freunden und Nachbarn feiern. Vertreter der Stadt Bielefeld sind ebenfalls eingeladen. Die musikalische Unterhaltung wird von Ehrenamtlern übernommen. Außerdem wird das KUKU (Kunst und Kulturhaus), ein weiteres Projekt unseres Vereins, für ein künstlerisches Programm sowie das Spielmobil des Vereins „Spielen mit Kindern“ mit tollen Spielangeboten für die kleinsten Gäste sorgen.

Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre und die Arbeit mit den Menschen im Quartier.

Buddestraße 15

20.04.2017

Die Geschäftsstelle zieht um!

Ab dem 03. Mai 2017 sind wir, wie bereits angekündigt, unter neuer Anschrift erreichbar:

Alt und Jung Nord-Ost e.V.
Buddestraße 15
33602 Bielefeld

Alle Telefonnummern und Mail-Adressen bleiben unverändert.
Die Pflegeteams bleiben selbstverständlich in ihren Quartieren.

Huchzermeierstraße 7

15.03.2017

Umzug – mit einem lachenden und einem weinenden Auge

1998 hat die Wohnprojektberatung e.V. das Haus in der Huchzermeierstraße 7 (intern die H7 genannt) gekauft. Seither war der Verein Alt und Jung Mieter in der Huchzermeierstraße und die Geschäftsstelle ein fester Bestandteil des Quartiers Alt Schildesche.

Zunächst haben wir nur ein kleines Büro im Vorderteil des Hauses gemietet und später dann den Rest des Hauses – bis auf eine Wohnung – dazu gemietet. Nun ziehen wir nach fast zwanzig Jahren aus Platzgründen in ein neues Büro in die Buddestraße 15. Wir gehen mit einem weinenden Auge, da wir uns in all den Jahren mit vielen Menschen angefreundet und Kontakte zu örtlichen Institutionen geknüpft haben und diese Kontakte vermissen werden. Mit einem lachenden Auge sehen wir unserer neuen Unterkunft entgegen und freuen uns auf die neuen Kontakte im Quartier rund um die Buddestraße.

Der voraussichtliche Umzugstermin wird Ende April sein. Ein genaues Datum kann derzeit nicht genannt werden, da die Umbauarbeiten noch in vollem Gange sind. Wir hoffen dann ab Mai, die Türen für Sie/Euch öffnen zu können.

11.02.2017
Bericht in der Neuen Westfälischen

08.02.2017
Auftakttreffen zum Projekt „Stiftung Wohlfahrtspflege NRW“

Die Kooperationspartner des „Bielefelder Modells“ fanden sich am 08.02.2017 im Technologiezentrum der BGW ein um die Info- und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Stiftung Wohlfahrtspflege NRW“ zu initiieren.

Herr Markus Leßmann, Leiter der Abteilung Pflege und Alter vom Landesministerium für Gesundheit NRW und Herr Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, eröffneten die Veranstaltung mit ein paar Worten. Herr Leßmann richtete Grüße von Vorsitzenden der Stiftung Günter Garbrecht aus und zitierte diesen augenzwinkernd mit den Worten: „Es wird genau beobachtet was Sie hier machen“.

Dr. Klaus Wingenfeld vom Institut für Pflegewissenschaften der Uni Bielefeld, der die Studie begleiten wird, erläuterte die Zielsetzung des Vorhabens. Diese ist das Potential des Bielefelder Modells zu verifizieren und so eine bessere  Grundlagenbeschaffung für die Umsetzung vergleichbarer Konzepte zu entwickeln.

In der anschließenden Diskussionsrunde, an der auch Richildis Wälter, QM Beauftragte der AWO, Andre Holtkotte Geschäftsführer des Vereins Alt und Jung Süd-West und Herr Nürnberger teilnahmen, wurde u. a. erörtert welche Bereiche nach Meinung der Kooperationspartner mehr Unterstützung der Stadt / des Landes bedürfen, wie z.B. die Finanzierung eines Quartiersmanagers in allen Quartiersprojekten. Dies mit dem Ziel eine bessere Umsetzung des Modells zu gewährleisen und der Überforderung des Personals entgegen zu wirken.

Wir werden in kürze weiteres zum Projektverlauf berichten.

25.01.2017
Alt und Jung Nord-Ost hat neuen Youtube-Kanal

Zu sehen sind neue Filmbeiträge u.a. zur Fachtagung 2016.
Einfach mal reinschauen

19.12.2016
Kreativangebot für Frauen mit und
ohne Fluchterfahrung im Kuku Bielefeld

Mehr

08.11.2016
Bei Wind und Wetter

Viele Jahre sind wir per Pedes oder mit dem gewöhnlichen Velo zu unseren Quartiers-Kunden unterwegs gewesen, nun haben wir auf moderne Elektro-Fahrräder umgerüstet. Seit kurzem sind unsere Quartiers-Pflegeteams auch mit dem E-Bike unterwegs zu unseren Kunden, aber auch um kleine Besorgungen zu machen. Zu erkennen sind unsere Mitarbeiter an der neuen Pflegeeinsatztasche, die Katarina N., eine unserer Pflegefachkräfte im Quartier Rußheide, hier so schön präsentiert.

04.10.2016
Edith Guardado zu Gast im Team Meierteich

Edith Guardado (rechts), hier im Interview mit Sylvia Tetmeyer von der Neuen Westfälischen, die ihre Beweggründe erforscht aus El Salvador nach Deutschland zu kommen, um ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen.

Seit August 2015 nimmt Edith an dem Projekt „Westwärts – der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ teil. Sie ist über das Welthaus nach Bielefeld gekommen, hat ein Jahr in einer anderen Institution gearbeitet und dann noch einmal um ein halbes Jahr verlängert, weil sie ihr Wissen über die Arbeit mit Alten und Kranken Menschen erweitern möchte.

Später möchte sie diese Erfahrungen in ihrer Heimatstadt Guarjila weiter geben. Edith arbeitet in einem Heim, in dem „alles vorhanden ist“, aber zu wenige Ideen entwickelt sind, was man mit „alten Menschen alles so machen kann“ um die Tristheit des Heimlebens aufzulockern. Edith sagt, sie habe schon viel mitgenommen aus dem Team Meierteich, in dem sie hauptsächlich im „Nachbarhaus“ tätig ist, einem Nachbarschaftstreff, in dem Menschen für verschiedene Aktivitäten zusammenkommen.

Organisiert wird all das vom Alt und Jung Nord-Ost Team Meierteich und ehrenamtlichen Helfern. Diesen Treff gibt es schon seit sechs Jahren. Er steht den Nachbarn und Kunden des Teams Meierteich zur Verfügung für (private) Feste, Treffen, Kochen, etc. Das Team ist offen für Ideen und freut sich über ehrenamtliche Helfer, die gerne eigene Ideen einbringen.

Ansprechpartnerin hierfür ist Beate Propach Tel. 0521 2602729.  Das Nachbarhaus ist lokalisiert an der Klarhorststraße 23, Ecke Apfelstrasse.

27.09.2016
Alt und Jung Nord-Ost e.V. geht in die „Kleingärtnerei“

Als die Kräfte von Siegrid, einer ehrenamtlich engagierten des Pflegeteams "Alt Schildesche" schwanden, sie ihren Schrebergarten nicht mehr allein bewirten konnte, hatte der Sozialarbeiter des Teams, Holger Kuhn, die Idee, der Verein könnte den Schrebergarten nutzen. Siegrid fand die Idee gut, da sie mit dem Verein lange Zeit eng verbunden war.

Holger Kuhn bewarb sich im Namen des Vereins somit als Nachfolger um die Parzelle. Natürlich gab es mehrere Bewerber, jedoch entschied sich der Klarhorst e.V. für uns, weil wir im Sinne der Stifterin, Frau Klarhorst, mit „bedürftigen“ Menschen arbeiten. Schnell kam die Idee auf, in dem Garten mit Kunden und Betreuten des Vereins zu arbeiten. Mittlerweile bestehen dort 4 Gruppen: die Gemüsebeet-Gruppe, die Hochbeet-Gruppe (für Rollifahrer), die Rasen-, Blumen-, und Unkrautpflege-Gruppe sowie die Haus- und Außenanlagen-Gruppe.

Der Garten soll für alle Mitglieder, ehrenamtlich Tätigen und Mitarbeiter unseres Vereins zugängig sein und kann von allen Mitarbeitern unseres Vereins, Mitgliedern und ehrenamtlich Tätigen genutzt werden.

 

 

09.09.2016
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe TeilnehmerInnen unserer Fachtagung,

leider konnten wir unsere Zusage bzgl. der Veröffentlichung der Ergebnisse der Fachtagung bis Ende August, sowie die Veröffentlichung eines Buches mit den Beiträgen der Fachtagung, aus gesundheitlichen Gründen nicht einhalten. Wir bitten Sie dies zu entschuldigen. Wir werden unser Bestes tun, dies bis Ende Oktober nachzuholen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Für Fragen steht Ihnen jederzeit Mirjana Antic zur Verfügung.

Ingo Nürnberger zu Gast bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.

Der Sozialdezernent der Stadt Bielefeld Ingo Nürnberger und seine Referentin Frau Beckmann-Schönwälder sind unserer Einladung vom Ende letzten Jahres an die Politiker in Stadt und im Land gefolgt, einen Tag in der Pflege „mitzulaufen“. Herr Nürnberger war der Zweite, der sich hierzu angemeldet hat (s. Frau Grochowiak-Schmieding von Bündnis90/ Grüne am 19.05.16).

Mit großem Interesse und viel Offenheit sind Herr Nürnberger und Frau Beckmann-Schönwälder an diesen Tag heran gegangen. Bei einem gemeinsamen Frühstück, von ehrenamtlichen Helfern organisiert, haben sie die Gelegenheit genutzt, sich direkt mit einigen unserer Pflegekunden und Bewohnern des Wohnprojekts auszutauschen. Herr Nürnbergers Interesse galt vor allem dem „Bielefelder Modell“, welches er nach dem Besuch nach eigener Aussage „erst richtig verstanden“ hat. Hierbei sei ihm noch einmal klar geworden, wie wichtig es ist, sich persönlich mit den Themen auseinanderzusetzen, da der Bezug ein unmittelbarer ist, im Gegensatz zu Berichten auf dem Papier.

Nach dem Gesprächs-Frühstück wurde ein gemeinsamer Pflege-Einsatz bei einem Außenkunden vorgenommen. Herr Nürnberger half tatkräftig mit umgebundener Schürze bei der Zubereitung des Mittagessens im Wohncafe des Wohnprojekts mit.

Für uns war es wichtig, noch einmal bestätigt zu bekommen, wie entscheidend es ist, Menschen in unseren Alltag einzuladen, um das Verständnis füreinander und für die Arbeit in der Pflege zu fördern.

Wir machen uns stark für die Integration Geflüchteter: Dipl.-Soz. Yvonne Bauer im Quartier Rußheide im Einsatz.

04.07.2016
Wir machen uns stark für die Integration Geflüchteter

Seit Anfang diesen Jahres finanzieren wir 3 Minijobs für die „Geflüchteten-Arbeit“ in Bielefeld. Yvonne Bauer, Dipl. Soziologin, ist die erste vom Verein finanzierte Kraft, die seit dem 1. Mai aktiv ist.
Wir sehen es als unsere Verantwortung, einen Beitrag zur Entlastung der Stadt Bielefeld und zur Unterstützung geflüchteter Menschen in unseren Quartieren zu leisten.
Frau Bauer unterstützt die Stadt Bielefeld im Quartier Rußheide. In ihrem Tätigkeitsbereich geht es hauptsächlich darum, geflüchteten Menschen beim „Zurechtfinden“ im Behördendschungel Unterstützung zu bieten. Sie hilft unter anderem bei der Antragstellung, Begleitung bei Arztbesuchen, bei der Wohnungsfindung, Begleitung zu Sprachunterricht oder zum Schulbesuch. Wir freuen uns.

Dr. Dirk Schleef, Vorstand von Alt und Jung-Nord-Ost e.V.
Der erste Tag der Fachtagung: Inputreferate
Billdmitte: Frank Wübbold, der Paritätische NRW (links), Manuela Grochowiak-Schmieding, Bündnis 90/Grüne, MdL (Mitte) und Wolfgang Wähnke, Bertelsmann Stiftung.

27.06.2016
Erfolgreiche Alt und Jung Nord-Ost e.V. Fachtagung 2016

Am 23. und 24. Juni 2016 fand unsere Fachtagung 2016 „Die ambulante quartiersbezogene Begleitung als zukunftsfähiges Modell“ im Haus Neuland in Bielefeld statt.

Annähernd einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten am ersten Tag zwischen den Inputreferaten für zahlreiche Nachfragen und einen lebhaften Austausch mit den Referenten.

Am zweiten Tag wurden eine Reihe von aktuellen und zukunftsweisenden Fragen und Forderungen in Workshops, vor allem die Zukunft der quartiersbezogenen Versorgung betreffend, an die Politik in Stadt, Land und Bund, die Spitzenverbände und Träger, aber auch an die Menschen in der Arbeit vor Ort definiert. Dabei wurde nochmal deutlich, wie wichtig die Vernetzung aller Institutionen in den Quartieren ist.

Die Ergebnisse der Fachtagung werden im Herbst dieses Jahres als Buch beim IN VIA Verlag, dem Fachverlag für Soziale Arbeit, erscheinen. Das Buch wird auch als E-Book erhältlich sein.

Als Veranstalter freuen wir uns sehr über das große Interesse der verschiedenen Institutionen und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten. Teilgenommen haben unter anderem Vertreter der Stadt Bielefeld, vom Landschaftsverband Westfalen, vom Paritätischen NRW, der Bertelsmann-Stiftung, der Katholischen Hochschule Münster, des ZIG und verschiedenen Trägerorganisationen.

Fachtagung, 23./24. Juni 2016


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Mirjana Antic, Alt und Jung Nord-Ost e.V. (links), Manuela Grochowiak-Schmieding, Bündnis 90/Grüne, MdL NRW (Mitte) zu Gast in einem unserer Teams.

19.05.2016
Politik zu Gast bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.
Zum Jahresende 2015 haben wir mit einem Neujahrsgruß einen „Wertschein für einen Erfahrungstag“ in einem unserer Quartiers-Pflege-Teams an Politiker aller Parteien (des Stadtrates Bielefeld und des Landtages NRW) verschickt.

Wir wollten damit der Politik die Möglichkeit bieten, die Arbeit in der ambulanten Alten- und Krankenhilfe unter dem Aspekt der quartiersbezogenen Arbeit, mit all ihren Eigenarten und Herausforderungen kennen zu lernen. Sozial-Politiker sollten so die Möglichkeit erhalten Ihre Kenntnisse über die Arbeit im Quartier zu vertiefen und die gewonnenen Eindrücke für Ihre fachliche und politische Arbeit als Anregung und Praxiserfahrung zu nutzen.

Frau Grochowiak-Schmieding, Bündnis 90/Grüne und Mitglied des Landtages NRW hat diese Einladung angenommen und unser Quartiers-Team Meierteich am 19. Mai 2016 besucht.

Von links: Mirjana Antic, Öffentlichkeitsarbeit Alt und Jung Nord-Ost e.V., Manuela Grochowiak-Schmieding, Bündnis 90/Grüne, MdL NRW, Britta Thorun Pflegedienstleitung Alt und Jung Nord-Ost e.V. und Wolfgang Preuß, Pflegedienstleitung Alt und Jung Nord–Ost e.V.

12.05.2016
Internationaler Tag der Pflege
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Cicely Saunders

Die freie Wohlfahrtspflege hat den Tag der Internationalen Pflege in diesem Jahr unter das Motto „Wir begleiten Sie würdevoll – bis zuletzt!“ gestellt, und die Mitgliedsorganisationen zu Aktionen zum Thema Sterbebegleitung und palliative Versorgung aufgerufen.
Wir haben dies zum Anlass genommen, die Grünen-Politikerin Manuela Grochowiak-Schmieding, MdL NRW und Krankenschwester für Anaesthesie und Intensivmedizin einzuladen.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Weichen, die das im Dezember verabschiedete Hospiz- und Palliativgesetz gestellt hat, jetzt zu nutzen. Vor allem geht es darum, den Betroffenen die benötigte Unterstützung aus einer Hand zukommen zu lassen.

Die professionellen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen, die im häuslichen Bereich palliativ behandelt werden, müssen auf eine breite Basis gestellt werden. Der Wunsch ist, dass die Politik darauf hinwirkt, dass die palliative Behandlungspflege in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird, und dabei über die Krankenkassen insbesondere auch die psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse der schwerstkranken und sterbenden Menschen berücksichtigt werden.

Frau Grochowiak-Schmieding, mit der Problematik wohl vertraut, vertrat die Ansicht, dass eine solche Erweiterung des Leistungsbereichs der Krankenkasse für eine flächendeckende Versorgung der Menschen im letzten Lebensabschnitt lange überfällig ist. Sie wird die ihr zur Verfügung stehenden Mittel in den nächsten Monaten dafür einsetzen, die Umsetzung des im Dezember letzten Jahres geänderten Gesetzes, auch gerade für den ambulanten Sektor, genau nachzuverfolgen.

05.11.2015
Alt und Jung Nord-Ost im TV beim WDR
Die Lokalzeit OWL war mal wieder bei uns und berichtet in einer Reportage mit neuen Aufnahmen und Archivmaterial über 30 Jahre unserer Arbeit.

Zu Gast: Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld (vordere Reihe links).
Im Gespräch: Dr. Dirk Schleef, Vorstand des Vereis Alt und Jung Nord-Ost, Moderatorin Katarina Zacharaki und Günter Garbrecht, SPD, MdL NRW.

22.10.2015
Podiumsdiskussion
Alt und Jung Nord-Ost e.V. hat in seiner Geschichte als ein Modul seines Selbstverständnisses die selbständige, freiberufliche Arbeit seiner Mitglieder realisiert und sich als Arbeitsgemeinschaft selbständiger Personen definiert. Diese Form der selbstbestimmten Arbeitsorganisation hat sich bewährt und gewährleistet die Begegnung auf Augenhöhe mit den zu Pflegenden!

Nach langwierigen Auseinandersetzungen mit Institutionen der Sozialversicherung und der Finanzverwaltung war dieses Modell nicht mehr vollständig aufrecht zu erhalten. Seit zwei Jahren befindet sich der Verein in einem Transformationsprozess zu einem Arbeitsmodell, dass angestellte und selbständige Arbeitsmöglichkeiten verbindet. Dabei wollen wir die Grundlage der parteilichen, an den Bedürfnissen der unterstützungsbedürftigen Menschen orientierten Arbeit erhalten. Bei dieser Podiumsdiskussion haben wir zusammen mit Vertretern der Stadt Bielefeld und Politikern den Transformationsprozess beleuchtet und zugleich den Blick nach vorne gerichtet.

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen hat die Veranstaltung eröffnet und blieb angesichts der vielen interessanten Themen deutlich länger als geplant. 

Weitere Teilnehmer waren Günter Garbrecht, (MdL, SPD), Frau Bernadette Büren (Altenhilfeplanung der Stadt Bielefeld), Frau Dr. Iris Ober (stellv. Fraktionsvorsitzende, Bündnis 90/Grüne), Angelika Gemkow (ehem. MdL, ehem. Mitglied im Stadtrat, seit 2006 Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen), Holger Kuhn (aktives Mitglied des Vereins Alt und Jung Nord-Ost), Dr. Dirk Schleef (Vorstand des Vereins Alt und Jung Nord-Ost).